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News

30.09.2014
„Händewaschen ist das Wichtigste“
„Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen!“ – immer wieder erinnerte Gudrun Juling vom Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises daran und die Kursteilnehmer nickten eifrig. Wie in jeder Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz für Mitarbeiter im Lebensmittelbereich stand die Hygiene im Vordergrund. Nur war dieses Mal die Art der Kommunikation eine andere. Denn für vier Menschen mit Behinderung, die im Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V. (BWMK) arbeiten, hatten Gudrun Juling und Bildungsbegleiter Bernd Günther die Belehrung vereinfacht.
„Die Kollegen hier arbeiten in der Schulverpflegung oder in der Gemeinschaftsverpflegung oder haben dies in absehbarer Zeit vor“, sagte Bernd Günther; beispielsweise eine Mitarbeiterin, die derzeit im Dienstleistungszentrum Langenselbold arbeitet und sich gerne in der Küche ausprobieren will oder der Mitarbeiter der Gärtnergruppe, der die Schulverpflegung der Heinzelmännchen, eines Tochterunternehmens des BWMK, kennen lernen möchte. Und damit alle, auch ein Teilnehmer, der sich nicht lautsprachlich äußern kann, den Inhalt der Belehrung verstehen konnten, hatten Bernd Günther und Gudrun Juling diese vereinfacht. Außerdem begleitete Sabine Dankert von der Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation des BWMK den Kurs und übersetzte in Gebärdensprache.
„Das Wichtigste ist, dass Sie sich die Hände waschen, bevor Sie mit der Arbeit beginnen und das Sie dies immer wieder wiederholen“, erklärte Gudrun Juling. „Zum Abtrocknen müssen Sie Papierhandtücher verwenden, die nach dem Gebrauch entsorgt werden. Benutzen Sie keines aus Stoff, an dem jeder seine Hände abwischen kann.“ Zur Veranschaulichung deutete sie auf den Behälter für Papiertaschentücher, der nebst Waschbecken und Seifenspender im Schulungsraum des Gesundheitsamtes im Main-Kinzig-Forum Gelnhausen an der Wand angebracht ist, um die Theorie auch in die Praxis umsetzen zu können. Dies taten auch die BWMK-Mitarbeiter: Unter Anleitung von Gudrun Juling übten sie, wie man sich gründlich und richtig die Hände wäscht. Damit das Ergebnis kontrolliert werden konnte, nutzen sie dafür eine Schwarzlichtbox mit fluoreszierendem Desinfektionsmittel, in den die Teilnehmer die „gewaschenen“ Hände hielten. „Sehen Sie das? Da leuchtet die Haut nicht weiß, da müssen Sie noch gründlicher waschen“, erklärte Bernd Günther einem Mitarbeiter.        
„Sie tragen sehr viel Verantwortung, wenn Sie mit Lebensmitteln arbeiten“, erklärte Gudrun Juling. Deshalb müssten die Teilnehmer auf vieles achten, beispielsweise Schürzen und Haarnetze tragen, lange Haare zusammenbinden, keinen Nagellack benutzen und die Fingernägel kurz schneiden. „Auch jegliche Art von Schmuck an den Händen und Handgelenken ist verboten“, so die Mitarbeiterin des Gesundheitsamts.
Ein anderes großes Thema, mit dem sich die Gruppe beschäftigte, war der Umgang mit Virenerkrankungen in der Lebensmittelindustrie. Dafür hatte Bernd Günther einen Lehrfilm mitgebracht. Dieser erklärte, dass man Beschwerden wie Erbrechen, Übelkeit und Bauchschmerzen sofort dem Vorgesetzen melden und anschließend einen Arzt aufsuchen müsse, denn das Gesetz verbiete es, dass man mit einer Virenerkrankungen in der Lebensmittelindustrie arbeite.
„Es ist uns sehr wichtig, dass auch Menschen mit Einschränkungen verstehen, warum Hygiene so wichtig ist, wenn man mit Lebensmitteln arbeitet“, sagt Bernd Günther. Deshalb hat er nun zusammen mit Gudrun Juling diese vereinfachte Erstbelehrung ausgearbeitet. „Auch Migranten, die noch nicht so gut Deutsch sprechen, könnten von einer solchen Art der Erstbelehrung profitierten.“ Die Erstbelehrung in der Lebensmittelindustrie muss immer vom Gesundheitsamt geleitet werden, die jährlichen Folgebelehrungen in den BWMK-Betrieben nimmt dann Bernd Günther vor Ort vor.
Nach einer knappen Stunde war die Belehrung zu Ende und die Teilnehmer nahmen stolz  ihren Hygienepass entgegen. „Ich muss jetzt meinen Freund anrufen, er wollte wissen, ob ich bestanden habe“, sagte ein Teilnehmer.

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