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News

07.10.2014
„Dienstagsmorgens geht die Sonne auf“
„Dienstagsmorgens geht die Sonne auf“, sagt Silke Knoll. Die Leiterin der Musikschule Total in Höchst fährt jede Woche nach Bad Soden-Salmünster in die Reha-Werkstatt Ost des BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.), um dort von 11 bis 12.30 Uhr mit dem Chor „(B)Rückenwind“ zu proben.  Am Freitag, 17. Oktober, wenn die Reha-Werkstatt das Abschlussfest der ersten Woche der seelischen Gesundheit im Main-Kinzig-Kreis ausrichtet, hat der Chor seinen ersten offiziellen Auftritt.
17 Mitarbeiter der Reha-Werkstätten Bad Soden-Salmünster und Gelnhausen singen in dem Chor mit. Seit Anfang des Jahres proben sie einmal in der Woche. „Die Stimmen haben sich seitdem enorm entwickelt“, lobt Chorleiterin Silke Knoll. Aber nicht nur das begeistert sie an der Arbeit mit den Sängern mit psychischen Erkrankungen, vielmehr „die große Bereitschaft, sich auf mich einzulassen, denn das ist nicht selbstverständlich“. Auch wenn sie die Anweisung gebe, dass 15 Sänger gleichzeitig 15 verschiedene Kinderlieder singen sollten, stutzten diese nicht. „Das ist eine tolle Übung zur Stimmbildung, aber die Sänger müssen das auch mitmachen. Daran sehe ich, dass sie mir vertrauen.“
Die Begeisterung für ihren neuen Chor ist Silke Knoll während der Probe anzusehen. Wenn die Sänger „Super Trouper“ oder „Über den Wolken“ singen, hält es sie nicht mehr hinter ihrem Notenständer. Mit ausladenden Gesten dirigierend läuft sie durch den Halbkreis, den der Chor bildet, hat Sänger und Musiker im Auge und singt laut mit. „Traut euch, ihr müsst lauter singen“, ermutigt sie. „Wir müssen uns erst einmal daran gewöhnen, dass wir von so schöner Musik begleitet werden“, erwidert eine Sängerin lachend. Silke Knolls Mann Andreas am Klavier und ihr Sohn Julian am Bass, die den Chor in dieser Probe das erste Mal begleiten, grinsen. Die Chorleiterin gibt ein Zeichen und „Über den Wolken“ beginnt erneut. Da können auch die Sänger nicht mehr stillhalten, wippen mit dem Fuß mit oder drehen im Takt den Oberkörper.
„Die Beteiligung ist sehr gut“, sagt Christa Hummel, Betriebsleiterin der Reha-Werkstätten Bad Soden-Salmünster und Gelnhausen. Die Reha-Werkstätten bieten Menschen mit psychischen Erkrankungen Arbeitsplätze und Qualifizierungsmöglichkeiten. Kaum waren dort Listen aufgehängt worden, in die sich Interessierte für den Chor eintragen konnten, seien diese auch schon voll gewesen. Die Idee, einen Chor für die Mitarbeiter mit psychischen Erkrankungen zu gründen, war Christa Hummel gekommen, als sie im November 2013 die ARD-Themenwoche „Zum Glück“ verfolgt und dort einen Beitrag über den „Chor der Muffeligen“ in Köln gesehen hatte. Anke Engelke hat diesen in dem Film „Sowas wie Glück“ ins Leben gerufen und sagt: „Die Wissenschaft hat es bewiesen, wer singt, wird glücklich.“ Ein weiterer Anreiz für Christa Hummel war die Jahresabschlussfeier der Reha-Werkstatt Bad Soden-Salmünster im vergangenen Jahr. „Die Stimmung war damals total toll. Eine Mitarbeiterin hat spontan die Gitarre ausgepackt und wir haben zusammen gesungen. Das hat allen sehr viel Freude gemacht.“ Silke Knoll war sofort von dieser Idee begeistert und bereit mitzumachen. Mit den Sängern suchte sie nach einem Namen; sie wurden schnell fündig: „(B)Rückenwind“. „Denn Rückenwind brauchen wir für unsere Entwicklung“, erklärt ein Mitsänger. „Außerdem sind wir der einzige Betrieb, dessen Verbindungsgang zum Teil auf einer kleinen Brücke steht“, sagt Christa Hummel. Denn seit der Erweiterung reicht die Werkstatt über den Klingbach in Salmünster hinweg.  In diesem Brückengang soll es am Tag der offenen Tür am Freitag, 17. November, auch ein „Brückenbistro“ geben und dann wird der Chor abends ab 19 Uhr auftreten beim Fest zum Abschluss der Woche der Seelischen Gesundheit im Main-Kinzig-Kreis. Fünf Lieder gibt er zum Besten, bei einem begleitet ihn die Big Band der Hochschule Fulda.
Und dann? „Es geht weiter“, sagt Christa Hummel. „Jeden Dienstag, wenn die Chorprobe ansteht, verändert sich die Stimmung in der Werkstatt. Man spürt richtig die Vorfreude. Damit kann man nicht mehr aufhören.“

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