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18.04.2018

Werkstatt im Wandel - Neues Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM)

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News

22.12.2013
„Heute ist ein schöner Tag“
Seit wenigen Tagen ist das neue Apartmenthaus des BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.) in der Salmünsterer Bahnhofsstraße bezogen. 13 Menschen mit Behinderung, die zuvor im Schützenhof Marjoß  gelebt haben, und ein Bewohner aus der Wohnstätte „Schlossblick“ Birstein, wohnen nun in der Kurstadt. Die Wohnstätte Schützenhof soll geschlossen werden.
Kurz vor Weihnachten waren alle Bewohner und Angehörigen zu einem Willkommensimbiss ins neue Haus eingeladen. Den Einzug beschrieb Betriebsleiter Matthias Strobel kurz und bündig mit dem Satz „Heute ist ein schöner Tag“.
„Viel Arbeit steckt hier drin, viele fleißige Hände haben daran mitgewirkt“, sagte Strobel, als er Bewohner und Angehörige in dem neuen Haus willkommen hieß. „Die ganze Vorbereitung ist sehr gut gelaufen und die Bewohner haben vier Jahre lang Geduld bewiesen.“ 2009 hatte das BWMK begonnen, nach einem Ersatz für den Schützenhof in Marjoß zu suchen. Der Schützenhof entspräche nicht mehr den Standards und den Wünschen der Bewohner, erklärte Dagmar Lukas, Koordinatorin Eingliederung Wohnen. In dem neuen Gebäude wohnen die Bewohner nun in eigenen Apartments – ein Konzept, mit dem das BWMK in Birstein gute Erfahrungen gesammelt hat. „Die Bewohner dort haben sehr große Schritte in Richtung Selbstständigkeit gemacht“, berichtet Dagmar Lukas. „Ihre Selbstständigkeit ist größer geworden, sie können Zeitumfänge besser einschätzen, und sie haben die Fähigkeit entwickelt, sich selbst zu beschäftigen“, so Lukas. „Genauso wollen wir es in Salmünster umsetzen - weil wir gesehen haben, wie gut es ist.“
Vor einem Jahr hatten die Bauarbeiten für die 14 Apartments in der Bahnhofsstraße begonnen. Die Kosten für das Apartmenthaus betragen 1,6  Millionen Euro und werden über ein Darlehen finanziert. Der  Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen  sorgt mit einem großen Anteil für die Refinanzierung dieser Kosten.
Weil die Bewohner in Salmünster eine deutlich bessere Infrastruktur vorfinden, habe sich das BWMK dagegen entschieden, den Neubau in Marjoß zu errichten. „Wir wollen neue Standorte so platzieren, dass die Menschen mit Handicaps ihren Arbeitsplatz, Einkaufsmärkte, Ärzte und öffentliche Verkehrsmittel gut und einfach erreichen können“, erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Joachim Schröck. Ein Bewohner bestätigt das: „Ich fühle mich hier sehr wohl und von hier aus komme ich besser zu meiner Arbeit in der Woco.“ Außerdem könne die neue Wohneinrichtung nun Synergien mit dem benachbarten Wohn- und Pflegeheim „Brücke“ bilden, das ebenfalls vom BWMK betrieben wird. Zwar solle das Betreuungspersonal klar getrennt arbeiten, aber Dienste wie Essenslieferung und Hausmeisterarbeiten könnten beide Einrichtungen gemeinsam nutzen.   
Um die Bewohner auf den Umzug vorzubereiten, hatten die Betreuer in Marjoß ein Infobüro eingerichtet. „Die Idee eines Infobüros haben wir aus Birstein übernommen“, berichtet Teamleiterin Anja Weber. In Birstein war das Infobüro eingerichtet worden, als das Haus D in Betrieb genommen worden war. Von Mitte August bis Mitte September erfuhr es nun eine Neuauflage in Marjoß. „Das Büro hat über die neuen Wohnmöglichkeiten in Salmünster informiert“, berichtet Anja Weber. Eigenständig oder in Gruppen zusammen mit einem Betreuer hätten die Bewohner das Angebot rege genutzt. „Das Büro wurde gut angenommen. Jeder hat sich mit dem Thema Umzug auseinandergesetzt“, so Anja Weber.
Das Büro war täglich für alle Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige geöffnet. Dort konnten die Bewohner ihre Entscheidung für den neuen Wohnort kundtun: Entweder hefteten sie ihr Passbild unter das Foto des neuen Apartmenthauses in Salmünster oder unter ein Foto des Alten Forsthauses in Marjoß. Da die Betreuer Ende Juli eine große Baustellenbegehung in Salmünster angeboten hatten, fiel die Entscheidung vielen leichter. „Wir hatten dort ein Partyzelt aufgebaut und Pizza für alle bestellt“, erzählt Anja Weber. „Das Interesse war von Anfang an sehr groß. Auch, weil es viele Unsicherheiten gab. Aber auch für die Kollegen, die mit nach Salmünster gingen, stellten sich viele Fragen.“ Zum Beispiel werden Klienten in Salmünster zum ersten Mal eine eigene Küchenzeile haben. Wer möchte selbstständig einkaufen gehen und selbst für sich kochen? Welchen Hilfebedarf wird der einzelne dabei haben? „Wir müssen da ganz genau hinschauen, wo wir mit der Unterstützung ansetzen“, so Weber.
Um die Bewohner an der Verteilung der Apartments in Salmünster zu beteiligen, organisierten die Betreuer eine zweite Baustellenbegehung. Mit ihren Passbildern markierten die Menschen mit Handicap die Wohnung, die sie gerne beziehen wollen. „Das hat schnell und reibungslos geklappt“, lobt Teamleiterin Weber. „Das haben sie untereinander toll geregelt.“ Dabei war die Wahl des richtigen Nachbarn nicht einfach. Eine Klientin habe die Wahl ihres Wunschnachbarn so begründet: „Er kann mir dann beim Einkaufen helfen und mir die Getränke nach Hause tragen.“  
„Es ist bewundernswert, wie reibungslos dieser große Umzug, bei aller Aufregung und Vorfreude, mit allen Beteiligten ablief“, lobt Matthias Strobel. „Die Mitarbeiter in Salmünster und Marjoß sind mit so viel Engagement und so viel Herzblut dabei.“ Damit im Voraus alles für sie in der Kurstadt und auch im Alten Forsthaus in Marjoß, wo die restlichen acht Bewohner des Schützenhofes eingezogen sind, vorbereitet werden konnte, waren die 21 Bewohner des Schützenhofes zusammen mit ihren Betreuer ab dem 16. Dezember für eine Woche in die Jugendherberge Heppenheim gefahren. Nun haben sie ihre rund 35 Quadratmeter großen Apartments mit eigenem Bad und eigener Küchenzeile in Salmünster bezogen. Für das neue Zuhause wünschte ihnen Joachim Schröck nun „ganz viel Glück, Zufriedenheit und eine gute Gemeinschaft“.

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