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News

10.10.2012
„Wie wir Schule machen wollen“

„Bei der ersten Veranstaltung haben wir gesagt, wir planen eine Schule. Bei der zweiten haben wir gesagt, wir machen eine Schule und heute erzählen wir Ihnen, wie wir das machen“, sagte Christine Fischer, Betriebsleiterin Kinder, Jugend und Familie des BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.) zu Beginn des Elternabends für die geplante Sophie-Scholl-Schule in Hanau. Am Mittwoch waren rund 80 Eltern ins Brockenhaus gekommen, um sich in direkter Nachbarschaft des zukünftigen Schulgebäudes in der Lamboyer Straße über das Konzept der inklusiven Grundschule informieren zu lassen.

Christine Fischer, Betriebsleiterin Kinder, Jugend und Familie des BWMK (links), und Mareike Meister, schulfachliche Beraterin (rechts), informierten die Eltern umfassend.

„Alles, was wir Ihnen heute Abend erzählen, sagen wir unter Vorbehalt“, schob Christine Fischer vorweg. Denn noch ist der Schulantrag nicht genehmigt. „Aber wir gehen ganz positiv davon aus, dass wir die Schule im Sommer 2013 in Betrieb nehmen.“ Mit dem Wunsch nach einer inklusiven Grundschule sei im Frühjahr 2011 eine eigens gegründete Elterninitiative auf das BWMK zugekommen, erzählte Christine Fischer. Da Bildung in allen Bereichen des Unternehmens präsent sei, habe sich das BWMK umgehend dieser Idee gewidmet – immer mit Unterstützung der Lebenshilfe Gießen, die seit dreizehn Jahren eine Sophie-Scholl-Schule mittlerweile erfolgreich bis zur zehnten Klasse betreibt.

Früh habe man das Gebäude 903, die ehemalige Zahnklinik in der Lamboyer Straße 52, für die Schule ins Auge gefasst und einen Investor gefunden, der das Gebäude an das BWMK vermietet. Nun soll die Immobilie in mehreren Bauabschnitten saniert und barrierefrei umgestaltet werden. In einem ersten Abschnitt werden im Erdgeschoss drei Klassenräume samt nötigem Umfeld geschaffen, so dass ab dem Sommer 2013 dort zwei Klassen mit jeweils 20 bis 22 Schülern, darunter jeweils fünf Kinder mit festgestelltem Förderbedarf, unterrichtet werden können.

Kinder mit und ohne Behinderung lernen dann gemeinsam. „Ein Bekannter hat mal zu mir gesagt: Das klingt ja alles ganz schön, aber in einer ruhigen Minute erklärst du mir mal, wie das gehen soll“, erzählte Mareike Meister, die die schulfachliche Beratung des Projekts übernommen hat, und erläuterte ausführlich wie das Konzept der Sophie-Scholl-Schule aussehen soll. Die Schüler werden jahrgangsgemischt unterrichtet, die ersten beiden Klassen zusammen und die dritte mit der vierten. Rund vier professionelle Betreuer werden pro Unterrichtsstunde anwesend sein, eine Mischung aus Grund- und Förderschullehrern, Schulbegleitern, Erziehern und jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.

Die Schule wird dem Lehrplan für Grundschulen folgen, aber einen großen Vorteil haben: „Dadurch, dass wir als Ganztagsschule mehr Zeit haben, wird es auch mehr Unterricht geben“, so Mareike Meister. Den Kindern bleibt somit mehr Freiraum zum Lernen und der Druck, der oft an Regelschulen entsteht, fällt weg. Eine betreute Übungszeit, die im Stundenplan nach dem gemeinsamen Mittagessen angesetzt ist, sorgt dafür, dass die Kinder, wenn sie um 16.30 Uhr abgeholt werden, keine Hausaufgaben mehr erledigen müssen. Nach dieser Übungszeit hält das Nachmittagprogramm freies Spiel oder Angebotsinseln für die Kinder bereit.

Lernkontrollen soll es zwar geben, diese werden aber ohne Noten bewertet. Ein Lernentwicklungsbericht am Ende des Schuljahres und Halbjahresgespräche sollen die Kinder individuell nach ihren möglichen Leistungen bewerten. Ein Ziffernzeugnis bekommen sie erst am Ende des vierten Schuljahres, um weiterführende Schulen besuchen zu können. 

Da die Sophie-Scholl-Schule in freier Trägerschaft des BWMK betrieben werden wird, wird für deren Besuch ein Schulgeld erhoben. Dieses soll gestaffelt werden und sich dabei nach dem Einkommen der Eltern richten. Geschwisterkinder erhalten bei gleichzeitigem Schulbesuch eine Ermäßigung. Außerdem ist ein Fördersystem oder das Einrichten von Stipendien geplant. „Denn das Schulgeld soll kein Ausschlusskriterium sein“, sagte Christine Fischer. Für eine Zuzahlung können die Eltern eine Ferienbetreuung buchen. Bis zu acht Wochen zusätzlich im Jahr werden die Kinder dann in der gewohnten Schulumgebung betreut. 

Um die neue Schule zu unterstützen, will die Elterninitiative am Mittwoch, 7. November, um 20 Uhr im Gärtnerhaus der Lebenshilfe Hanau, Landstraße 1, den „Förderverein der Sophie-Scholl-Schule in der Lebenshilfe“ gründen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
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