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18.04.2018

Werkstatt im Wandel - Neues Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM)

vorstandspapier2018.pdf

News

23.11.2018
Ein klares Ja zur Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung
Rund 200 Gäste aus Politik und Wirtschaft waren der Einladung der Kinzigtal Nachrichten zum sechsten KN-Unternehmerforum gefolgt. „Und was gibt es Schöneres als Menschen mit gleichen Interessen zusammen zu bringen, damit neue Ideen entstehen“, sagte Haldun Tuncay, Geschäftsführer des Parzeller Verlags, der auch die KN herausgibt. „Und uns allen gemeinsam ist unser Interesse für unsere Region.“ Ebenso gemeinsam war den Gästen das Interesse am Thema des Abends: die Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigungen in die Arbeitswelt. Passend dazu war das BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.) Gastgeber und hatte in seine Bergwinkel-Werkstatt in Schlüchtern eingeladen.  

„Bei uns sind Menschen tätig, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen“, sagte der BWMK-Vorstandsvorsitzende in seinen Grußworten. „Wir suchen den passenden Arbeitsplatz für den einzelnen Menschen und nicht den passenden Menschen für einen Arbeitsplatz.“ Deshalb sei auch die Palette der Arbeitsangebote, die das BWMK im Laufe der Jahre entwickelt habe, sehr groß, trotz der Mitarbeiter, die formal keine Ausbildung haben. „Wir zergliedern die Arbeit und schaffen so Vielfalt für die Menschen, damit sie nicht nur eine Perspektive haben“, so Berg.

„Ich bin immer wieder verwundert, was im BWMK alles gearbeitet wird“, lobte Kreishandwerksmeister Joachim Wagner. Unternehmer seien erstaunt, welche Aufträge sie alle an das BWMK abgeben könnten. Wagner wünschte sich, dass der Abend zum Nachdenken anrege und neue Wege öffnete. Auch Andreas Kunz von der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern zeigte sich von der Wahl des Themas begeistert. „Das treibt uns um.“ Er erhoffte sich von der Veranstaltung ein „klares Ja“ auf die Frage, ob man Menschen mit Beeinträchtigung in Unternehmen einsetzen kann.

Ein erstes „klares Ja“ gab auf diese Frage der Filmbeitrag „Potenziale nutzen – das BWMK begleitet Beschäftigte mit Handicap und ihre Arbeitgeber“. Er stellte vier „Best-Pratice-Beispiele aus der Region“ vor – Menschen mit Beeinträchtigung, die auf so genannten Außenarbeitsplätzen in Firmen beschäftigt sind. Heinrich Röll beispielsweise arbeitet beim Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert in Sinntal-Mottgers und liefert dort Möbelteile an das Fertigungsband. „Die Arbeit hier gefällt mir sehr gut“, sagt er. „Und ich bin auch froh, dass ich hier sein kann.“ Auch Thomas Müller, der beim Fertighaushersteller Bien Zenker in Schlüchtern arbeitet, gefällt seine Aufgabe. Er bereitet die Schraubenkisten für den Hausaufbau vor. Sasa Balent ist in der Dreherei der GHI (Gotthard Heuritsch Industriebedarf GmbH) in Nidderau beschäftigt. „Ich möchte sehr gerne weiter in dieser Firma tätig sein und mich weiterhin neuen Herausforderungen stellen“, sagt er. Beim Automobilzulieferer Woco in Bad Soden-Salmünster ist eine Werkstattgruppe mit 25 Mitarbeitern in der Logistik eingesetzt. Auch sie arbeiten gerne dort. „In diesen ganzen Jahren der Zusammenarbeit haben wir festgestellt, dass die Mitarbeiter an Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein enorm zugenommen haben“, sagt Markus Reiter, Betriebsleiter der Bergwinkel-Werkstatt. „Sie merken das unter anderem an ihrer Körperhaltung und ihrer Sprache.“ Durchweg wurden alle Mitarbeiter mit Beeinträchtigung in dem Filmnbeitrag von ihren Arbeitgebern als sehr zuverlässig gelobt; ihre Arbeit sei stets fehlerfrei und sie seien ein Gewinn für das Unternehmen. „Sie sind sehr stark motiviert und fühlen sich gebraucht“, erklärt Thomas Gärtner, Logistikleiter bei Woco im Film. „Man merkt richtig die Freude, dass sie aktiv am Arbeitsprozess teilnehmen können und mit uns zusammen zum Erfolg beitragen.“

Thomas Gärtner war auch einer der beiden Referenten des Abends und berichtete unter dem Titel „Ein Praxisbericht: Menschen mit Handicaps bereichern die Arbeitswelt“ aus dem Arbeitsalltag mit der Werkstattgruppe. Sie übernimmt in der Firma das Umpacken der Ware, die die firmeneigenen Werke aus Indien in Einwegbehältern liefern, die die Woco-Kunden aber in Mehrwegbehältern geliefert bekommen wollen. „So können sich unsere Mitarbeiter im Versand auf das Kommissionieren konzentrieren.“ Vor knapp zehn Jahren hatten sieben Werkstattmitarbeiter bei der Woco ihre Arbeit aufgenommen. „Wichtig ist dabei, dass die Unternehmensspitze voll dahintersteht, Sie sich sicher sind und dass Sie Ihre Mitarbeiter vorher von den Vorteilen der Zusammenarbeit überzeugt haben“, so Gärtner. Der Testballon habe sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt. „Wir haben dabei sehr wichtige Erfahrungen gemacht.“ Zum Beispiel hätte das Thema Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz auch bei den Mitarbeitern ohne Beeinträchtigung einen neuen Stellenwert bekommen seit die Arbeitsplätze der Kollegen mit Behinderung umgerüstet worden seien. Vor allem bei den Werkstattmitarbeitern sei eine deutliche Entwicklung zu beobachten. „Was sie einmal gelernt haben, das sitzt. Sie arbeiten fehlerfrei trotz des Zeitdrucks, den wir haben. Immer mehr kommen eigenständig zur Arbeit und machen ihren Staplerschein“, berichtete Thomas Gärtner. „Es ist wichtig für sie, ernst genommen zu werden.“

Bewusst ohne moralischen Ansatz dafür rein ökonomisch betrachtet hatte zuvor Prof. Dr. Bernd Halfar von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt „Die Beschäftigung von Menschen mit Handicaps: eine andere Erfolgsrechnung“ aufgemacht. Er hatte mit seinem Team die Kosten erhoben, die Unternehmen wie Thyssen Krupp und VW entstehen, wenn sie Menschen, die aufgrund von Behinderung, Krankheit oder Alter nicht mehr voll erwerbsfähig sind, weiter beschäftigen. „Heute haben Unternehmen dank der Gesetzgebung so viele Möglichkeiten wie noch nie Menschen mit Behinderung zu beschäftigen“, sagte Halfar. „Trotzdem werden von den Verantwortlichen weiterhin Erfolgszahlen verlangt, ohne das berücksichtigt wird, wen sie beschäftigen.“ Der eigentliche Gewinner der Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung in Unternehmen sei der Sozialstaat, hätten Halfar und sein Team errechnet, da die Beschäftigten weiterhin Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer zahlten und die Unternehmen für ihre Aufwendungen für die Beschäftigten nur eine geringe Unterstützung bekämen.

Anschließend ließen die Gäste den Abend mit interessanten Gesprächen ausklingen, verwöhnt von den Leckereien, die das Team Lili Catering servierte.

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