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News

20.09.2017
"Inklusion ist eine Herausforderung für uns alle"

Mehr Chancen für Menschen mit Handicaps auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt schaffen. Dafür setzen sich ein (von links): Martin Berg (LAG Integration), Dr. Andreas Jürgens (LWV), Maren Müller Erichsen (Behindertenbeauftragte des Landes Hessen), Dörte Maack (Moderatorin), Thomas Niermann (Integrationsamt), Christoph Hille (LAG Werkstätten) und Peter Gudat (Agentur für Arbeit).

 

Arbeiten, wo andere auch arbeiten – das soll für Menschen mit Beeinträchtigungen durch das Budget für Arbeit leichter werden. Schon jetzt bieten mehr als 45 Inklusionsbetriebe in Hessen Arbeitsplätze unter tariflichen Bedingungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Beim Fachtag „Chancen für Inklusion“ im Congress Park Hanau kamen Vertreter dieser Betriebe, Verbände, Politiker, Unternehmer-Vertreter und Menschen mit Handicaps zusammen, um neue Perspektiven für Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu diskutieren.

Eingeladen hatten die Landesarbeitsgemeinschaft Integration Hessen (LAG), welche die Interessen der Inklusionsbetriebe vertritt und das Integrationsamt des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen. Die inhaltsreiche Tagung mit zahlreichen Vorträgen und Podiumsdiskussion wurde ebenso charmant wie erfrischend von Dörte Maack moderiert, die vor mehr als zehn Jahren erblindete und weiterhin ihren beruflichen Weg konsequent verfolgt.
„Inklusion hat etwas mit Haltung zu tun“ unterstrich der LAG-Vorsitzende Martin Berg, der gleichzeitig Vorstandschef des BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.) ist, in seiner Eröffnungsrede. Um Menschen mit Beeinträchtigungen erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzubinden, sei das Zusammenspiel aller Partner gefragt.
Inklusionsbetriebe und Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) könnten weitere Arbeitgeber mit guten Konzepten unterstützen und ihnen zur Seite stehen, wenn es um die Beschäftigung von Menschen mit Handicaps gehe. Impulse für eine engere Zusammenarbeit zwischen den Fachleuten für die Einbindung von Menschen mit Handicaps in den Arbeitsprozess und der regionalen Wirtschaft gaben Dr. Gunther Quidde, Geschäftsführer der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, sowie Christoph Hille, Vorsitzender der LAG Werkstätten in Hessen.


Was alles möglich ist, wenn Menschen Hand in Hand arbeiten, schilderte Saliya Kahawatte in seinem Impulsvortrag. Seine Überzeugung: „Die einzige Behinderung, die es gibt, ist eine negative Haltung.“ Der Deutsch-Singhalese ist seit einer Netzhauterkrankung im Jugendalter in seiner Sehfähigkeit stark eingeschränkt und machte trotz eines Lebenswegs voller Rückschläge eine beachtliche Karriere in der Hotellerie und Gastronomie. Seine abenteuerliche Lebensgeschichte kam im Januar unter dem Titel „Mein Blind Date mit dem Leben“ ins Kino. Heute arbeitet Kahawatte als Business Coach, Motivationstrainer und Autor. Sein Aufruf: „Auch trotz Schwierigkeiten am Ball bleiben. Ein Problem impliziert immer, dass es auch eine Lösung geben muss.“ Inklusion sei und bleibe eine Herausforderung für alle. 


Dr. Andreas Jürgens, Erster Beigeordneter des LWV Hessen, unterstrich die wichtige gesellschaftliche Funktion der Inklusionsbetriebe, die einerseits die gesetzlichen Vorgaben erfüllen und mindestens 30 Prozent Schwerbehinderte beschäftigen und andererseits wirtschaftlich arbeiten müssten. Der Nachteilsausgleich, den die Unternehmen dafür enthalten, sei keine Subvention, sondern ein Ausgleich für besondere Belastung.
In beeindruckender Wiese zeigten die hessischen Inklusionsbetriebe auf dem „Marktplatz“ in den Foyers des Congress Parks Hanau, welche Bandbreite an Produkten und Dienstleistungen sie bieten und damit Menschen mit Beeinträchtigungen vielfältige Chancen auf Qualifizierung und langfristige Beschäftigung ermöglichen. Das Spektrum reicht von Gastronomie, Bio-Lebensmittelproduktion und Wäscherei über Einzelhandel, digitales Dokumentenmanagement, Hotellerie, Garten- und Landschaftspflege bis hin zum Dialogmuseum Frankfurt, das als Inklusionsbetrieb geführt wird.


Thomas Niermann, der Leiter des Integrationsamt, wies auf das Budget für Arbeit hin, das mit dem Bundesteilhabegesetz beschlossen wurde und ab Januar 2018 in Kraft treten wird. Ziel des Budgets für Arbeit ist es, Menschen mit Behinderungen Beschäftigungsalternativen zur Werkstatt zu ermöglichen. Menschen mit Behinderungen sollen durch eine Kombination aus finanzieller Unterstützung an den Arbeitgeber – einem sogenannten Minderleistungsausgleich – und kontinuierlicher personeller Unterstützung am Arbeitsplatz – der Betreuungsleistung – Arbeitsmöglichkeiten bei einem Unternehmen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wahrnehmen.
Dass Leistungen im Bereich von Berufsorientierung, Qualifizierung und Arbeit künftig auch von anderen Anbietern als Werkstätten für behinderte Menschen und Inklusionsbetrieben erbracht werden können, machte Peter Gudat in seinem Beitrag deutlich. Er ist Experte für berufliche Rehabilitation in der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit.


Den rechtlichen Rahmen für die Zulassung weiterer Anbieter gebe das Bundesteilhabegesetz, die Details müssten allerdings noch ausgearbeitet werden. Sicher sei, dass potentielle andere Leistungserbringer als Bildungsanbieter zertizifiert sein und Standards bezüglich Qualität und Inhalte ihrer Angebote in den Bereichen der Berufsorientierung, Qualifizierung und Beschäftigung vorweisen müssten.
Eine diesbezügliche Weisung an die Agenturen für Arbeit und die Veröffentlichung der Leistungsvoraussetzungen sei für Dezember dieses Jahres geplant.

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