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News

20.01.2016
"Inklusion macht schlau" - Impulsreicher Neujahrsempfang des BWMK
Inklusion macht schlau“ – so lautete der Titel der diesjährigen Neujahrsansprache beim Empfang des BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.) im Brockenhaus Hanau. Der Pädagoge und Psychologe Professor André Frank Zimpel von der Universität Hamburg machte deutlich, welche positiven Potenziale in der Unterschiedlichkeit von Menschen liegen, insbesondere in Hinblick auf das soziale Lernen.

Rund 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren ins Brockenhaus Hanau gekommen, wo das BWMK 2012 ein Beschäftigungsprojekt für Menschen mit Beeinträchtigungen ins Leben gerufen hat. In der Jugendstilvilla stehen Arbeits- und Qualifizierungsmöglichkeiten in der Gastronomie, im Kunstatelier sowie in der Zigarrenmanufaktur zur Verfügung.

Begrüßt wurden die Besucher, zu denen auch die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert (CDU), die Landtagsabgeordneten Michael Reul und Heiko Kasseckert (beide CDU), sowie Vizelandrätin Susanne Simmler, Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky und viele weitere politische Vertreter zählten, von Werkstatt-Rätin Ingrid Krebs sowie von Doris Peter, der Verwaltungsratsvorsitzenden des BWMK. Während Ingrid Krebs auf die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Arbeitswelt aufmerksam machte, ging Doris Peter auf die aktuelle Flüchtlingssituation ein.

„Sprachbarrieren und Vorurteile abbauen“ „Wir im BWMK haben seit vielen Jahren Übung, Menschen bei der Integration beziehungsweise Inklusion in die Gesellschaft zu unterstützen. Wir haben uns stets dafür eingesetzt, Sprachbarrieren und Vorurteile abzubauen.“ Wo es sinnvoll und möglich sei, bringe das BWMK sein Wissen und seine Erfahrungen auch in der Flüchtlingsfrage ein. Sprache und Bildung seien wichtige Bausteine für die Teilhabe von Menschen, ganz gleich welche Einschränkungen, Hautfarben oder Herkunft sie hätten, unterstrich Peter. Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen Deutschland und die Bevölkerung stünden, sei es wichtig, Mut zu bewahren und auch das Positive zu sehen.

2015 habe neben allen Aufgaben viel Erfreuliches mit sich gebracht: Zum Beispiel die Gründung der ersten inklusiven Fußballmannschaft im Main-Kinzig-Kreis, die am regulären Spielbetrieb in der Kreisliga C Schlüchtern teilnimmt. Auch die Umgestaltung der Wohnsituation für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in Langenselbold sei zukunftsweisend. Dort entstanden auf dem Areal der renovierungsbedürftig gewordenen Wohnstätte Haus Pappelried insgesamt 15 Apartments. Die Bewohner gestalten ihren Alltag weitgehend selbstständig und bekommen vom BWMK-Team Unterstützung, wo sie benötigt wird.

Auch die Entwicklung der 2013 in Betrieb genommenen inklusiven Sophie-Scholl-Schule Hanau, wo Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam unterrichtet werden, sei sehr erfreulich. „Wir erleben tagtäglich, wie unkompliziert der Umgang, das gemeinsame Lernen sein kann. Die Mädchen und Jungen werden stark und sozial gefestigt Ihren Weg machen und in Ihrem weiteren Leben ihren Mitmenschen respektvoll begegnen“, unterstrich Peter.

„Menschliches Gehirn ist ein Sozialorgan“ Dass soziale Kompetenzen wie Umgang mit Vielfalt und Kommunikationsfähigkeit in der Wissensgesellschaft immer wichtiger werden, erklärte Professor André Frank Zimpel. Durch gemeinsame Bildungskonzepte könnten Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen voneinander profitieren.

„Das menschliche Gehirn ist vor allem ein Sozialorgan. Deshalb wächst in der Wissensgesellschaft die Bedeutung des sozialen Lernens. Lernchancen entstehen, wenn es uns gelingt, in pädagogischen Prozessen Kreisläufe der gegenseitigen Hilfe und Förderung so zu organisieren, dass niemand nur Hilfe empfängt, sondern auch sich selbst als hilfreich erleben kann.“

Das Einüben demokratischer Lebensformen komme in den Schulen immer noch viel zu kurz. Dazu gehörten nun einmal Fähigkeiten zur Kooperation, zum kritischen Denken und zur konstruktiven Konfliktbewältigung. „Das wachsende Interesse an Kooperationsforschung in der Wissenschaft ist also keine Modeerscheinung, sondern ein Gebot der Zeit“, so Zimpel.

Unterstützung bei der Teilhabe als wichtigste Aufgabe In seinem Schlusswort erklärte Martin Berg, der Vorstandsvorsitzende des BWMK, dass die Unterstützung von Menschen bei der Teilhabe zu den wichtigsten Aufgaben des BWMK gehöre – vor allem auch in der Arbeitswelt und in der Bildung. Die schnell wechselnden äußeren Gegebenheiten verlangten Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Das BWMK trage seit seiner Gründung 1974 dazu bei, Veränderungen zu erkennen und diese Erkenntnisse in die Gestaltung seiner Angebote und Dienstleistungen einfließen zu lassen. Dabei sei es wichtig, im Dialog mit den Menschen zu bleiben und für gemeinsame Ziele starke Partner zu finden.

„Für viele Herausforderungen unserer Zeit gibt es keine vorgegebenen Lösungen. Hier muss der richtige Weg gemeinschaftlich gefunden werden“, betonte Berg.



Zu den Gästen des Neujahrsempfangs zählten auch die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert (rechts) und Vizelandrätin Susanne Simmler (Dritte von rechts) sowie viele weitere Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.



Professor Frank André Zimpels Beitrag zum Thema Lernen stieß auf großes Interesse. Dafür bedankten sich Doris Peter, die Verwaltungsratsvorsitzende des BWMK, und der Vorstandsvorsitzende Martin Berg (rechts).
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