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News

22.01.2015
Niemanden ausgrenzen
„Vielfalt entwickeln – Vielfalt leben“, unter diesem Motto feierte das BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.) 2014 sein 40-jähriges Bestehen. Der Einsatz jedes Einzelnen für Vielfalt und gelebte Demokratie werde vor dem Hintergrund von Terrorangriffen und Pegida-Demonstrationen noch wichtiger, erklärte Vorstandsvorsitzender Martin Berg beim Neujahrsempfang des Sozialunternehmens im Brockenhaus Hanau. load images
In den vergangenen Jahrzehnten sei ein Perspektivenwechsel gelungen: Menschen mit Beeinträchtigungen seien in der Mitte der Gesellschaft angekommen – ihr Recht auf Teilhabe in der Arbeits- und Freizeitwelt werde wahrgenommen und immer stärker umgesetzt. „Teilhabe am Leben in der Stadt oder Gemeinde bedeutet nichts anderes als Mitbürger unter Mitbürgern zu sein“, so Berg.
Menschen mit Beeinträchtigungen seien Teil des sozialen Geflechts vor Ort, besuchten Kita oder Schule, gingen ihrer Arbeit nach, engagierten sich für ihre Belange und die anderer Mitbürger, seien Mitglieder in Vereinen oder kirchlichen Gemeinden.  „Um Menschen mit Beeinträchtigungen am Gemeinwesen zu beteiligen, ist weiterhin gute Begleitung und Unterstützung notwendig.“ Die seitherige Entwicklung sei mit Hilfe vereinter Kräfte aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ermöglicht worden und dürfe jetzt nicht von erneuten Ausgrenzungs-Absichten bedroht werden.

Zuvor hatte Ingrid Krebs, Vertreterin des Werkstatt-Rates im BWMK, die rund 250 Gäste im Brockenhaus Hanau begrüßt. Zu den Besuchern des Neujahrsempfangs zählten auch der Bundestagsabgeordnete Sascha Raabe (SPD), die Landtagstabgeordneten Heiko Kasseckert (CDU) und Heinz Lotz (SPD), Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, zahlreiche Bürgermeister aus der Region, Kreispolitiker sowie Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Verwaltungsratsvorsitzende des BWMK, Doris Peter, rief dazu auf, sich mit aller Kraft für ein Leben in Vielfalt einzusetzen: „Wenn wir von Inklusion sprechen, sind alle gemeint: Die Alten und Schwachen, Migranten, Kinder, Männer und Frauen – Menschen mit und ohne Behinderung.“ Inclusio bedeute Einschluss, Zugehörigkeit. „Eine Inklusionsgesellschaft umfasst alle und grenzt niemanden aus. Sie ist das Gegenteil einer Exklusionsgesellschaft, die Menschen ausschließt“, zitierte Peter den Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, Heribert Prantl. „Eine Exklusionsgesellschaft, eine Ausschlussgesellschaft also, wäre eine undemokratische Gesellschaft.“  Inklusion  sei nach Prantls Worten gelebte Demokratie.
Der Begriff Inklusion ziele darauf ab, Zugänge zu schaffen – nicht nur in Hinblick auf Räume, Gebäude und Verkehrsmittel.  Sondern auch zur Teilhabe am Arbeits- und Freizeitleben. „Ein wunderbares Ziel, auch wenn die Wirklichkeit in unserer Gesellschaft sich geradezu erschreckend weit von Inklusion zu entfernen scheint“, so Peter. Durch seine vielfältigen Angebote trage das BWMK dazu bei, dass Menschen mit Beeinträchtigungen sich als zugehörig und kompetent empfinden können. „Deshalb sind auch Werkstätten für Menschen mit Behinderung nach wie vor notwendig.“  So lange der allgemeine Arbeitsmarkt kaum langfristige Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Einschränkungen biete, seien Werkstätten Garanten für Qualifizierung, Arbeitsplätze und soziale Kontakte.

Für viele amüsante und gelegentlich auch nachdenkliche Impulse sorgte Gastredner Rainer Schmidt. Der heute 49-jährige Theologe wurde ohne Unterarme geboren und hat daher früh gelernt, nicht seine Einschränkungen in den Fokus zu stellen, sondern seine Stärken zu kultivieren.  Sein lebhafter und pointenreicher Vortrag zum Thema „Wert und Würde eines Menschen“ löste bei den Gästen Begeisterung aus.
Schmidt arbeitete als Pfarrer und beendete 2008 bei den Paralympics in Peking seine internationale Tischtenniskarriere. Heute ist er als Dozent am Pädagogisch-Theologischen Institut in Bonn sowie als Motivationstrainer und Kabarettist tätig. Statt sich über seine fehlenden Hände zu beschweren, ist er dankbar für sein kleines Däumchen am linken Arm. „Gerade weil ich meine Grenzen beinahe täglich spüre, schätze ich meine Möglichkeiten umso mehr“, erklärte er. Und die Aufteilung der Menschen in Menschen mit und ohne Behinderungen findet er unnötig. „Lassen Sie uns miteinander Tischtennis spielen, dann stellen Sie schnell fest, wer behindert ist“, so der mehrfache Goldmedaillengewinner. Rainer Schmidt erzählte tiefgründige, humorvolle und bewegende Geschichten. Geschichte vom Gewinnen und Verlieren, Ausgegrenzt-werden und Dazugehören, vom Wert und der Würde eines jeden Menschen. Und er rief alle dazu auf, nichts über die Köpfe der Menschen mit Beeinträchtigungen hinweg zu entscheiden. Die entscheidende Frage sei: Was braucht der jeweilige Mensch, um in Schule, Beruf und Freizeit mitmachen zu können und dazuzugehören. Das Publikum dankte ihm mit minutenlangem Applaus.


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