Geprüfte Sicherheit
Sicherheit ist oberstes Gebot:
Unsere Leistungen im Digitalen Dokumentenmanagement
Bildung inklusive
Neue Kurse ab September 2017.

Leistungen für Ihr Unternehmen
Unsere Schreinerei hat sich auf die Schwerpunkte Imkereibedarf und Palettenbau spezialisiert. Andere Serien- oder Einzelanfertigungen erfüllen wir nach Kundenwunsch.

Leistungen für lhr Unternehmen
Zum Beispiel:
Digitaldruck in Farbe und schwarz/weiß
Sophie-Scholl-Schule Hanau

Brockenhaus Hanau
Aktuelle Veranstaltungen
und Raumvermietung.

News

18.11.2014
"Was Werkstätten für behinderte Menschen leisten"

Gastgeber und Gäste des Parlamentarischen Abends im Brockenhaus Hanau.

"Ich denke, da spreche ich für alle anwesenden Mandatsträger: Wir sind froh über die Arbeit, die das Behinderten-Werk im Main-Kinzig-Kreis leistet", erklärte der Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert (CDU) während eines Parlamentarischen Abends im Brockenhaus Hanau. Einmal im Jahr lädt das BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.) die Bundes-, Landes- und Kreispolitiker der hiesigen Wahlkreise ein, um mit ihnen aktuelle sozialpolitische Themen zu diskutieren. Zu den Gästen zählten die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert (CDU), die Landtagsabgeordneten Christoph Degen (SPD), Heiko Kasseckert und Michael Reul (beide CDU), der Kreisbeigeordnete Matthias Zach (Die Grünen) sowie weitere Mandatsträger des Kreises. Von Seiten des BWMK beteiligten sich die Verwaltungsratsvorsitzende Doris Peter sowie die Vorstandsmitglieder Martin Berg, Joachim Schröck und Thomas Weber an der Gesprächsrunde.

Im Mittelpunkt stand diesmal die Frage, wie die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Gesellschaft organisiert werden sollte, um ihre Selbstbestimmung zu stärken und ihre Gleichstellung zu erwirken. Daraus folgte auch die Debatte um die Kosten für die öffentliche Hand und die Verteilung des Budgets.

Im gesellschaftlichens Diskurs über Inklusion würden auch die kritischen Stimmen lauter, welche die Abschaffung aller speziellen Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen forderten, erläuterte der BWMK-Vorstandsvorsitzende Martin Berg. Oft greife diese Forderung zu kurz, denn vielen sei nicht klar, dass gerade Menschen mit schweren und Mehrfach-Behinderungen kaum Chancen hätten, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Beschäftigung zu finden. Diese bräuchten in der Arbeitswelt ein hohes Maß an Unterstützung - und darauf seien Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) spezialisiert. Welchen Beitrag Werkstätten für Menschen mit Behinderung zum Wohl des Gemeinwesens leisten, wurde anhand einer repräsentativen Studie klar, die Thomas Weber, Leiter des Bereichs Verwaltung und Finanzen im BWMK, den Gästen des Parlamentarischen Abends vorstellte.

Zum ersten Mal berechnet eine bundesweite Studie die Sozialbilanz von Werkstätten für behinderte Menschen. Im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) berechneten das Beratungsunternehmen „xit" und die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt den Social Return on Investment (SROI). Dafür wurden die Daten von 26 Werkstätten ausgewertet.

Das Ergebnis könne sich sehen lassen, erläuterte Weber. Denn die Studie kommt zu dem Ergebnis: Werkstätten sind wertschöpfend. Unterm Strich erzeugen sie ein deutliches Plus für die Gesellschaft. Hochgerechnet verschaffen Werkstätten der öffentlichen Hand pro Jahr Einnahmen und Einsparungen in Höhe von etwa 6 Milliarden Euro im Vergleich zu Investitionen in Höhe von 5,6 Milliarden Euro.

Die SROI-Methode stellt aus vier Perspektiven dar, welchen Ertrag eine Gesellschaft für ihre Investitionen zurückbekommt. Die erste zeigt, dass Werkstätten 51 Prozent der öffentlichen Gelder in Form von Sozialversicherungen und Steuern zurückzahlen. Die zweiter Perspektive nimmt in den Blick, welchen Beitrag Werkstattbeschäftigte an die öffentliche Hand zurückzahlen. Von 100 Euro Transferleistungen, die die Beschäftigten erhalten, zahlen sie im Schnitt 69 Euro an die öffentlichen Kassen zurück. Die Studie errechnet in der dritten Perspektive, welche Kosten entstünden, wenn es keine Werkstätten gebe. Kosten von 10.000 Euro für einen Werkstattplatz stehen demnach 10.400 Euro pro Person für Betreuung gegenüber. Alternativen zur Werkstatt, die weniger Teilhabe für Menschen mit Behinderungen bieten, sind laut Studie nicht günstiger.

Die vierte Perspektive betrachtet Werkstätten als Wirtschaftsfaktoren. Sie holen Aufträge in die Region und schaffen Arbeitsplätze. Hochgerechnet generieren Werkstätten direkte Einkommen in Höhe von drei Milliarden Euro.

Im Anschluss an den Vortrag entstand eine lebhafte Diskussion. Matthias Zach sprach sie für den Erhalt einer guten Grundstruktur zur Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen aus. Gleichzeitig riet er dazu, kontinuierlich zu überprüfen, wie öffentliche Mittel für diesen Zweck noch effizienter eingesetzt werden könnten. Dr. Katja Leikert hielt abschließend fest: "Die Vielfalt im Angebot von Werkstätten bis betreutem Wohnen gilt es aufrecht zu erhalten bei gleichzeitiger Öffnung gegenüber neueren Inklusionsmodellen."
Jahresbericht 2015
Hofgut Marjoß
Bio-Lebensmittel vom Hofgut Marjoß. Der reine Genuss!