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News

15.11.2011
Eine inklusive Schule für Hanau / Politiker signalisieren Kooperationsbereitschaft


Das Podium mit (von links): Martin Berg, Stefanie Wiesenberg (verdeckt), Moderator Jörg Andersson, Mareike Meister, Annette Wippermann, Axel Weiss-Thiel und Matthias Zach.

„Alle sind immer anders verschieden“ lautet das Motto der preisgekrönten Sophie-Scholl-Schule in Gießen, wo Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam mit- und voneinander lernen. Das Behinderten-Werk-Main-Kinzig e.V. (BWMK) hatte nun zu einer Informationsveranstaltung ins  Evangelische Gemeindezentrum in Maintal-Dörnigheim eingeladen, um die Frage zu diskutieren, wie inklusive Schulbildung im Raum Hanau realisiert werden kann.

Das BWMK nehme die Anliegen der neuen Elterninitiative für eine inklusive Schule im Raum Hanau sehr ernst, erklärte BWMK-Vorstandsvorsitzender Martin Berg. Rund 120 Eltern, Lehrkräfte, Vorstandsmitglieder der Lebenshilfe Hanau, BWMK-Vertreter und Politiker hatten sich im Gemeindezentrum versammelt, um sich von zwei Vertreterinnen der Sophie-Scholl-Schule informieren zu lassen und über das Thema inklusive Schule zu diskutieren.
Auf dem Podium äußerten sich Martin Berg, Matthias Zach, neu im Amt als Schuldezernent des Main-Kinzig-Kreises, Axel Weiss-Thiel, Sozialdezernent der Stadt Hanau, Stefanie Wiesenberg, Mutter eines Sohns, der die Sophie-Scholl-Schule besucht, Mareike Meister, Vertreterin der Elterninitiative für eine inklusive Schule im Raum Hanau, sowie Annette Wippermann vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen. Auch Wiltrud Thies, Leiterin der Sophie-Scholl-Schule in Gießen, wurde von Moderator Jörg Andersson, Redakteur der Frankfurter Rundschau,  zum Thema befragt.

„Wir wollen gemeinsam einen guten Weg finden, um die Entwicklung voranzubringen“, betonte Martin Berg. Wiltrud Thies und Stefanie Wiesenberg machten den Anwesenden Mut, die Gründung einer inklusiven Schule voranzutreiben. Inklusive Schulen seien ein ganz besonderes Geschenk und gleichzeitig eine wichtige Aufgabe,  weil sie allen Kindern Lern- und Arbeitsraum böten und  ihnen individuell passende, fordernde und fördernde Lernangebote machten. „Überdies ermöglichen sie Kindern mit Behinderung und sozialer Benachteiligung Teilhabe  und Perspektiven“, unterstrich Thies. Kinder erlebten dort eine Kultur, in der Verschiedenheit als Gewinn für alle spürbar werde. Den Vorwurf, sozial Schwächere auszuschließen, weil sie sich das Schulgeld nicht leisten könnten, ließ Thies nicht gelten. Das Schulgeld werde nach einem sozialen Schlüssel erhoben. So könne der monatliche Beitrag, der in der Regel zwischen 300 und 400 Euro liege, auf 50 Euro abgesenkt werden. Außerdem gebe es weitere Unterstützungsmöglichkeiten.


Das Thema inklusive Schule stieß auf großes Interesse und wurde im evangelischen Gemeindezentrum in Dörnigheim intensiv diskutiert.


Das BWMK hat beim Projekt „Sophie-Scholl-Inklusiv“ bereits eine Machbarkeitsstudie für eine inklusive Schule im Raum Hanau in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Positiv, denn eine inklusive Schule würde die Schullandschaft bereichern, sei ein weiterer Schritt zur Erfüllung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und trage zur Erweiterung des Ganztagsangebots bei, erläuterte Thies. Eine ein- bis zweizügige Schule könne laut Projektzeitplan bis Herbst 2013 realisiert werden. Eine einzügige Schule biete 88 Plätze, davon 20 Plätze für Kinder mit Behinderung – eine zweizügige entsprechend die doppelte Platzzahl. Haupt-Diskussionspunkte des Abends waren die Finanzierung und zeitliche Umsetzung inklusiver Bildung. Annette Wippermann betonte, dass die hessische Schulgesetzgebung die Entwicklung hin zu mehr inklusiven Angeboten sehr schwierig mache. Durch das hessische Ersatzschulfinanzierungsgesetz würde nur ein Teil der Personalkosten abgedeckt, weswegen Schulen in freigemeinnütziger Trägerschaft Schulgeld erheben müssten.
Mareike Meister als Vertreterin der Elterninitiative konstatierte „fehlenden politischen Willen zur Inklusion“. Eltern erlebten meist Kampf und Odyssee, wenn es darum gehe, ein Kind mit Behinderung wohnortnah in einer Regelschule lernen zu lassen.
„Es gibt fast nur Einzelintegrationen“, erklärte Meister. Eine inklusive Schule gebe den Kindern die Möglichkeit, in einer gemischten Gruppe Lernerfahrungen zu machen. Flächendeckende inklusive Angebote an staatlichen Schulen gebe es schlichtweg nicht – und Eltern könnten nicht jahrelang warten, bis etwas geschehe.
Schuldezernent Matthias Zach räumte ein, dass sich der „Tanker Schulwesen“ nur sehr langsam bewege. Daher könne eine inklusive Schule in freigemeinnütziger Trägerschaft Vorbild sein – und zur Bewegung des „Tankers“ beitragen.  Ziel müsse es in jedem Fall sein, inklusive Bildung in den staatlichen Schulen flächendeckend zu ermöglichen.

Zach verwies auf den Schulentwicklungsplan, der dem Kreistag demnächst vorgelegt werde. Darin gebe es ein klares Bekenntnis zur Inklusion und ein Stufenkonzept zur deren Umsetzung. Allerdings müsse man auch die baulichen, sachlichen und personellen Strukturen in den 102 Schulen des Kreises beachten. Sein Resümee: „Wir haben einen langen und schwierigen Weg vor uns.“ Zumal auch der Teilentwicklungsplan C, der die Rolle der Förderschulen in diesem Prozess beschreibt, noch nicht fertiggestellt sei.

Gleichwohl signalisierten die Vertreter der Förderschulen, unter ihnen Elisabeth Görgen, die Leiterin der Friedrich-Fröbel-Schule in Maintal, ihre Bereitschaft, mit den Regelschulen zu kooperieren. „Unsere Schulen sind offen“, hieß es. Willen zur Zusammenarbeit drückte auch Stadtrat Weiss-Thiel aus: Eine inklusive Schule könne die Schullandschaft in Hanau bereichern. Allerdings seien die Kommunen finanziell so belastet, dass die kaum ihren Pflichtaufgaben nachkommen könnten. „Der maximale Beitrag, den wir als Schulträger leisten können, ist die äußere Hülle.“ Welche Möglichkeiten es in Hanau gebe, könne man im gemeinsamen Gespräch mit dem BWMK klären.
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